Unter diesem Motto fand (endlich) die vom Juli 2020 auf den Juli 2021, und dann auf den 05. September verschobene Challenge Roth, statt.

Möglich war diese Veranstaltung nur, weil ein umfangreiches Hygiene Konzept beschlossen, und auch umgesetzt wurde. Auf das Event Gelände kam man nur als vollständig Geimpfter, Genesener oder Getesteter. Zusätzlich musste man dann noch ständig die FFP 2 Maske tragen, was natürlich in Anbetracht der sommerlichen Temperaturen nicht so angenehm war.

Die Abholung der Startunterlagen am Freitag klappte problemlos und völlig entspannt, da auf Grund der reduzierten Teilnehmer (etwa 1.500 Einzel- und etwa 300 Staffelstarter) dementsprechend weniger Sportler*innen und Besucher*innen auf der Messe waren.

In diesem Jahr hatten wir eine Unterkunft in Greding, etwa 500 Meter vom Kalvarienberg entfernt, und so musste dieser natürlich gleich noch am Abend bei einer lockeren Trainingseinheit abgefahren werden.

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Am Samstag nach einem kleinen Lauf vor dem Frühstück, stand am Vormittag noch eine letzte lockere Radeinheit auf dem Programm, bevor es gegen 15:00 Uhr in die Wechselzone 1 ging, wo der Bike Check Inn war. Der Rest des Tages wurde bei herrlichem Sonnenschein am Rothsee verbracht.

Sonntag früh um vier klingelte der Wecker und nach einem ausgiebigen Frühstück und diversen Toilettengängen, ging es Richtung Heuberg zum Schwimmstart. Leider war dieser für die Zuschauer großräumig abgesperrt, so dass ich Trixi schon zeitig verabschieden musste. Wie auch in den vergangenen Jahren wurde jeder Sportler*in durch Felix Walchshöfer persönlich begrüßt und nach einem kurzen Smalltalk mit ihm, bereitete ich mich auf meinen Start um 07:25 Uhr vor.

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 Da die einzelnen Startgruppen nur aus 150 Schwimmern bestand, verlief die erste Disziplin ohne das sonst übliche „Hauen und Stechen“. Nach 01:10:57 h hatte ich wieder festen Boden unter den Füßen und nach weiteren 03:10 min saß ich auf dem Rad und freute mich auf die folgenden 170 Kilometer (die Strecke wurde auf Grund von Bauarbeiten in Hilpoltstein etwas geändert). Diese Freude wurde nach etwa 25 Kilometer kurz zerstört, da ein Kampfrichter der Meinung war ich wäre zum Vordermann zu dicht aufgefahren. In Roth bedeutet das nicht nur 5 min in der nächsten Penalty Box absitzen, sondern auch noch einen zusätzlichen Kilometer Laufen. Da die Radstrecke wie bereits erwähnt etwas kürzer war als üblich und ich mich sehr gut trainiert fühlte, liebäugelte ich im Vorfeld mit einer Gesamtzeit knapp unter 10 Stunden. Das war natürlich jetzt leider nicht mehr möglich. Nachdem sich mein Puls wieder etwas beruhigt hatte, konzentrierte ich mich auf die Radstrecke und freute mich auf den Anstieg in Greding wo Trixi wartete und sich wunderte, dass ich nicht im geplanten Zeitplan war…

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In diesem Jahr verlief die Radstrecke nicht über den Solarer Berg, aber in Hilpoltstein in Richtung Wechselzone 1 hatten die Zuschauer*innen die Allersberger Straße als neuen Hotspot deklariert und so war die Stimmung (wenn auch in abgeschwächter Form und mit viel Abstand) ähnlich der am Solarer Berg.

Bei einer Durchschnittstemperatur von 22 Grad, Windstille, 190 Watt Durchschnittsleistung und einer Endzeit von 05:02:54 h, erreichte ich nach 1468 Höhenmeter die Wechselzone 2 in Roth. Inklusiv einem Toilettengang war ich nach 02:10 min auf der Laufstrecke und versuchte den Lauf nicht zu schnell anzugehen. Den Zusatzkilometer hat man nach etwa 2 Kilometer „eingebaut“ und ich war nicht der Einzige der diesen absolvieren musste. Insgesamt 50 Sportler*innen sollten an diesem Tag einen Kilometer mehr als der sonst üblichen 42,195 laufen.

Bis Kilometer 29 verlief alles nach Plan, doch dann fühlte ich mich ziemlich schlapp und musste die ersten Gehpausen einlegen. Kurz darauf traf ich Trixi die mir Mut zusprach, so wie viele Zuschauer*innen, die in Roth an der Laufstrecke standen und die Sportler*innen lautstark anfeuerten. Leider konnte ich erst bei Kilometer 38 wieder etwas „Fahrt aufnehmen“, war aber froh und glücklich, dass ich mit einer Zeit von 03:56:01 h den etwas verlängerten Marathon geschafft hatte. Am Ende stand eine Gesamtzeit von 10:15:01 h auf der Uhr. Meine Zielzeit von 09:59 h somit leider verpasst, aber trotzdem happy, stolz und zufrieden, diesen doch etwas außergewöhnlichen Wettkampf gefinisht zu haben.

Einen besonderen Dank an dieser Stelle in erster Linie an meine liebe Frau, die mich in gewohnter (aber nicht selbstverständlicher) Weise vor, während und nach dem Wettkampf super unterstützt hat.
Danke an Felix Walchshöfer und sein Team für die professionelle Durchführung der Challenge.
Herzlichen Dank an die vielen tausend Helfer*innen und alle Zuschauer*innen an der Strecke.


Fakten:
Gesamtplatz 373
Altersklassenplatz 12

Gesamtplatz deutsche Meisterschaft 171
Altersklassenplatz deutsche Meistersch. 7

Fazit:
Roth ist und bleibt der weltbeste Triathlon mit den tollsten Helfern, einem grandiosen Schwimmstart, einer super Radstrecke, einer besonderen Laufstrecke und dem besten Veranstaltungsteam. Danke dass Ihr das möglich macht.

 

Thilo Krause