Tour de Tortur - TransAlp 2018

Am 14. Juli 2018 war es endlich soweit. Wir, dass heißt Olaf, Karsten, Heike, Erik, Karsten, Hartwig und Roland brachen zur Trans-Alp 2018 auf.

  • Tln-TransApl2018

Unser erstes Ziel mit dem PKW war Ramsau, hier konnten wir die Berge schon sehen. Am 15.07. ging es dann mit dem PKW nach Garmisch-Partenkirchen, wo wir dann aufs Radel umstiegen. Nach anfänglichen Navigationsschwierigkeiten fanden wir letztendlich unseren Weg. Unsere 1. Etappe führte uns über 77 km von Garmisch-Partenkirchen nach Zams (AUT). Diese Etappe sollte eine Einstimmung auf die Berge sein. Pausen waren aber auch hier von Nöten.

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Bekehren ließen wir uns jedoch nicht.

Die 2. Etappe ging über Ischgl auf 2260 Meter zur Heidelberger Hütte (CHE) und war 46 km lang.

  • HeidelbergerHuette
 
Hier angekommen bezogen wir unser Massennachtlager. Der steile Anstieg dorthin forderte schon die ersten Tribute. Schieben war angesagt. Die Verpflegung auf der Hütte war einfach spitze. Am Dienstag haben wir unserer 59 km lange 3. Etappe mit einer Schiebe- /Tragestrecke zum Fimberpass auf 2608 Meter begonnen.

 

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  • Fimberpass

Die Abfahrt von hier war auch nicht gerade ohne, ohne zwischenzeitliches Schieben ging hier nichts. Die Aussicht in das vor uns liegende Tal entschädigte uns aber. Ziel an diesem Tag war der Ort Tschierv (CHE). Hier wartete Hartwig schon mit isotonischen Getränken auf uns. Er hatte in den letzten Tagen sein Auto von Garmisch nach Tschierv umgesetzt und eigene kleine Radtouren gemacht. Die 4. Etappe ging dann über 76 km von Tschierv nach Grosio (IT). Der Tag begann mit einer sehr schönen Talfahrt in den nächsten Ort Fuldera. Jetzt ging es in den Anstieg und ich habe sie erwischt (beim Schieben).

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Nach einer ausgebiegen Pause auf einer wunderschönen Liegewiese hoch oben ging es dann bergab über einem Gletscherausläufer zum
"Lago di San Giacomo di Fraele".

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Am Ende des Stausees  erwartete uns eine fast perfekte Bergabfahrt. Nur die Kehren waren ein wenig zu kurz um ordentlich Tempo aufzunehmen.

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Unsere 5. Etappe führete uns dann von Grosio (IT) über 54 km nach Ponte di Legno (IT). Wie sich herausstellte war diese Etappe unsere schwerste. Aus Grosio führte uns ein wunderschön angelegter Radweg in Richtung Le Prese. Von hier aus hieß es dann Straße hinaufklettern. Die Sonne bereits hoch oben und in voller Kraft, mühten wir uns den Berg hinauf. Nach etwa 20 km teils heftigem Anstieg erreichten wir auf 1860 Meter Höhe "Rigugio La Baita".
Hier wurden wir mit einer wunderschönen Aussicht belohnt.

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Nach einer Stärkung ging es dann weiter in Richtung "Passo Dell'Alpe", für den Einen oder Anderen nur noch zu Fuß mit dem Rad in der Hand, weiter.

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  Den höchsten Punkt an diesem Tage erreichten wir am "Lago Bianco" auf 2620 Meter Höhe.

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Auf den letzten Metern zum Hotel wurden dann die Letzten von uns auch zum ersten mal ein wenig geduscht.

Im Hotel angekommen wurden erst einmal die Weinflaschen geköpft und es gab reichlich Pizza zum Abendbrot.

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 Unsere vorletzte 6. Etappe von Ponte di Legno über 58 km nach Madonna di Campiglio begann mit reichlich Anstrengung und dem ersten Einsatz des "Schiewenators". Nach ca. 11 km erreichten wir "Passo del Tonate", unseren heutigen höchsten Punkt, auf 1882 Meter Höhe. Hier zeigte uns das Wetter, dass es auch anders kann als Sonne. Kälte und kräftiger Regen waren unsere unschönen Begleiter im Tal, aber auch das gehört zur Alpenüberquerung dazu. Im Tal angekommen, hieß es erst einmal bei herrlichem Sonnenschein Pause und die Sachen trocknen. Danach ging es weiter in Richtung Dimaro (IT).

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Von Dimaro 780 Meter ü.N. ging es dann durch eine wunderschöne Schlucht noch einmal auf 1660 Meter hinauf.

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Auf den letzten 10 km holte uns dann zum Schluss noch einmal ein heftiger Regenschauer ein.

Unsere 7. Etappe war durchzogen von Regenschauern und begann mit einem sportlichen Singletrail. Nach ca. 15 km begann eine wirkliche Herrausforderung für jeden Mountenbiker. Steigung wenigsten 20 % auf nassem Rasen und schmalen Pfaden, dazu kam Regen, so das die Strecke sehr gut prepariert war und uns einiges abverlangte. Völlig nass und durchgefroren ging es dann an die letzte Abfahrt ins Tal nach Stenico. Nicht genug das es regnete, nein eine Panne kam dann auch noch dazu. Die letzten Züge der Alpen konnten wir total durchgeweicht leider nicht so richtig genießen, obwohl die Aussicht einfach wunderschön war.

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In Arco am Hotel angekommen, hatte keiner mehr Lust, die letzten 5 km zum Gardasee zu radeln.
Alle wollten nur noch aus den nassen Sachen und unter eine warme Dusche.

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Zufrieden und glücklich haben ALLE am 21.07.2018 die TransAlp 2018 unverletzt in Arco beendet.

Am nächsten Morgen ging dann für einige von uns der Transver nach Deutschland, der Rest fuhr mit Hartwig.

Hier noch ein komplette Zusammenfassung unserer Tourdaten.

Datum   Strecke   Distanz   Höhenmeter  

reine
Fahrzeit

15.07.2018   Garmisch-Partenkirchen -> Zams   77 km   564 Meter   4h 55 min
16.07.2018   Zams -> Heidelberger Hütte    46 km    1.507 Meter    4h 39 min
 17.07.2018   Heidelberger Hütte -> Tschierv    59 km    1.427 Meter Un   5h 25 min
 18.07.2018   Tschierv -> Grosio    76 km    1.582 Meter   5h 12 min
 19.07.2018   Grosio -> Ponte di Legno    54 km    1.961 Meter   5h 11 min
 20.07.2018   Ponte di Legno -> Madonna di Campiglio    58 km    1.114 Meter    5h 27 min
 21.07.2018   Madonna di Campiglio -> Arco    70 km    1.776 Meter    4h 13 min

Die reine Fahrzeit bezieht sich auf den letzten im Hotel Ankommenden.

Für die Grundlage der Touren wurde die Albrecht-Route verwendet und an unsere Bedürfnisse angepasst.

Wir danken Olaf für die Anpassung der Tour und Hartwig für die Versorgung mit isotonischen Getränken sowie mit frischen Sachen jeden 2. Tag. 

Ich hoffe ich spreche hier im Sinne aller Teilnehmer, es war ein sehr schöner und anstrengender MTB-Urlaub in den Alpen.